Im Westen viel Neues

Im Westen viel Neues

Facetten des Rheinisch-Westfälischen Expressionismus

Die Ausstellung blickt auf »Expressionismus« als eine Bewegung, in der sich Kunst und Leben durchdringen. Ihr Kunstverständnis wendet sich ab von einer bloßen Reproduktion der Wirklichkeit oder der Wiedergabe reiner Natureindrücke. Stattdessen kehren die Expressionisten das Innerste nach außen: Gefühle, die persönliche Weltsicht oder das Geistige werden zum neuen Inhalt. Das Revolutionäre dieses Ansatzes spiegelt sich in der radikalen Verwendung der künstlerischen Stilmittel.

Die Künstler bringen Linien in Bewegung, abstrahieren und rhythmisieren Formen, setzen Farben willkürlich und oftmals leuchtend ein. Sie hinterfragen traditionelle Themen, die sie stattdessen völlig neu interpretieren. Damit hebt der Expressionismus sowohl Konventionen als auch Gattungsgrenzen auf. In einer Zeit, in der technische und
wissenschaftliche Neuerungen viele bisherige Erkenntnisse auf den Kopf stellen, entwickelt diese Bewegung so neue künstlerische Antworten.

Diese Tendenzen spiegeln sich in der Ausstellung: Sie umfasst Gemälde, Zeichnungen, Skulpturen und Druckgrafiken genauso wie Alltagsobjekte, Möbel, Architektur, Lyrik und Bühnenbilder. Sind die Jahre vor dem Ersten Weltkrieg geprägt durch das Aufeinanderprallen von Tradition und Moderne, so erhält »der« Expressionismus nach dem Krieg prägende Kraft in der Kulturgesellschaft der Weimarer Republik: Eine neue Generation von Kunstschaffenden empfindet Formzertrümmerungen und eine dissonante Farbigkeit als passende Ausdrucksmittel für die existentiellen Erfahrungen und Wirren der Zeit.

Sauerland-Museum
Alter Markt 24-30
59821 Arnsberg

Öffnungszeiten:
Dienstag 9:00 - 18:00 Uhr
Mittwoch - Freitag 9:00 - 17:00 Uhr
Samstag 14:00 - 18:00 Uhr
Sonntag 10:00 - 18:00 Uhr

Weitere Informationen finden Sie unter: