Sehnsucht nach Natur

Sehnsucht nach Natur

Hermann Stenner (1891–1914) zählt zu den bedeutenden Künstlern in einer besonders stürmischen Entwicklungsphase der modernen Kunst. Nur fünf Jahre Schaffenszeit von 1909 bis Mitte 1914 umfasst das ungewöhnlich reiche OEuvre des hochbegabten Kunststudenten. Der junge Westfale studierte seit 1909 in der Kunstmetropole München an der Akademie der Bildenden Künste. Im Frühjahr 1910 ging er nach Stuttgart, um bei Christian Landenberger (1862–1927) zu studieren. Nach der Akademie-Exkursion im Sommer 1911 nach Dießen am Ammersee wechselte Stenner in die Komponierklasse von Adolf Hölzel (1853–1934).
Im Stuttgarter Schülerzirkel versammelten sich mit Willi Baumeister, Johannes Itten, Ida Kerkovius, Oskar Schlemmer und Hermann Stenner für kurze Zeit Protagonisten der späteren Avantgardebewegungen und inspirierten sich wechselseitig. Seit Frühjahr 1912 Hölzels Meisterschüler, verfügte Stenner über den Status eines Jungstars. Bemerkenswert ist seine eigenständige und neue Auffassung von Farbe und Komposition. Zur Spontaneität der Malerei treten oft ungemischte Farben.

Im Fokus der Ausstellung stehen neben Hermann Stenner seine beiden Lehrer Christian Landenberger und Adolf Hölzel, beide seit 1905 Professoren in Stuttgart. Die Werke der Ausstellung stammen aus der bedeutenden Bielefelder Sammlung Hermann-Josef Bunte, die Positionen der klassischen Moderne und besonders die zweite Generation des Expressionismus versammelt. Eine Reihe von Exponaten ist im Kunstmuseum Hohenkarpfen erstmals zu sehen, darunter Adolf Hölzels Glasfenster „Lesende“ von 1926, das bis vor kurzem als verschollen galt.

Öffnungszeiten
Mittwoch bis Sonntag und an Feiertagen
von 13.30 bis 18.30 Uhr

Kunsthistorische Führungen
Jeden Mittwoch um 17 Uhr und jeden ersten Sonntag im Monat
um 16 Uhr sowie für Gruppen nach Vereinbarung

Bitte beachten Sie: Aufgrund der Corona -Pandemie bleibt das Kunstmuseum Hohenkarpfen bis vorraussichtlich 18. April geschlossen

Ein Besuch ist nur mit einer verbindlichen Anmeldung möglich!
Nähere Informationen finden Sie unter www.kunststiftung-hohenkarpfen.de